Reisepass von Wolf Biermann mit Ausreisevisum: Nachdem die Genehmigung für eine Reise nach Offenbach bereits erteilt war, intervenierte die SED-Spitze und widerrief die Zusage. Den bereits gestempelten Pass des Liedermachers nahm die Stasi zu den Akten, der Liedermacher erhielt ein Duplikat ohne Visum.
Dokument, 7 Seiten
Im Verlauf des Jahres 1989 geriet das SED-Regime in der DDR immer weiter unter Druck. Immer mehr Menschen waren mit den Verhältnissen unzufrieden. Sie wollten die DDR entweder verlassen oder versuchten, das Land zu reformieren und die Politik aktiv mitzugestalten. Die Leitung der evangelischen Kirche war wegen der Fluchtwelle in großer Sorge. In einem Schreiben an den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker forderte sie deshalb einen offenen Dialog über die Fluchtursachen.
Dokument, 6 Seiten
Bereits vor dem Gipfel mit SED-Generalsekretär Erich Honecker gab es ein Treffen zwischen Politbüromitglied Werner Jarowinsky und Bischof Werner Leich. Anlass war das gestörte Verhältnis zwischen Kirche und Staat. Die Stasi dokumentierte Leichs Reaktion auf Jarowinskys Beschuldigung, die Kirche hätte aktuelle Konflikte, wie den Umgang mit Ausreisewilligen, selbst verursacht.
Dokument, 2 Seiten
1975 beantragte Wolf Biermann, an einer Solidaritätsveranstaltung für Opfer des Franco-Widerstandes in der Bundesrepublik teilzunehmen. Das Kulturministerium genehmigte die Reise, die zuständige Abteilung der Stasi funktionierte und hob die Reisesperre gegen den Künstler zunächst auf.
Dokument, 1 Seite
Zusammenfassung einer Solidaritätsveranstaltung für Opfer des spanischen Franco-Regimes: Der DDR-Liedermacher Wolf Biermann sollte daran ursprünglich teilnehmen, erhielt aber keine Reisegenehmigung.
Dokument, 5 Seiten
Am 4. Oktober 1989 kam es zu schweren Krawallen am Dresdner Hauptbahnhof. Bürger versuchten auf durchfahrende Züge aufzuspringen die dort mit Botschaftsbesetzern aus Prag in Richtung Bundesrepublik durchfahren sollten.
7 Fotografien