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Dokument
Beschluss des Ministerrats über die Konzeption der Arbeitsgruppe zum Wiederaufbau der Synagoge
Die DDR praktizierte eine israelfeindliche Politik, doch parallel dazu bemühte sich die SED-Führung in den 80er Jahren, die Sympathien von Menschen jüdischen Glaubens im In- und Ausland zu gewinnen. Der Ministerrat der DDR beschloss am 1. August 1988 die Konzeption einer Arbeitsgruppe für den geplanten Wiederaufbau der Neuen Synagoge in Ost-Berlin.
Dokument, 4 Seiten
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Geschichte
Sekretärin im Visier der Stasi
Die Chefsekretärin des Ministerpräsidenten der DDR, Elli Barczatis, geriet Anfang der 50er Jahre ins Visier der Staatssicherheit. Ihr Geliebter, Karl Laurenz, spionierte für die Organisation Gehlen. Er nutzte Barczatis als Quelle im Büro Grotewohls, ohne sie in seine geheimdienstliche Tätigkeit einzuweihen. Die Stasi überwachte das Paar über vier Jahre, bis sie Barczatis und Laurenz festnahm. Ein Geheimprozess vor dem Obersten Gericht der DDR endete mit dem Todesurteil für beide.
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Sammlung
Ungarischer Volksaufstand 1956
Am 23. Oktober 1956 forderten Studenten der Budapester Universitäten auf einer Großdemonstration bürgerliche Freiheitsrechte, ein parlamentarisches Regierungssystem und nationale Unabhängigkeit. Am 4. November intervenierte die Sowjetarmee und schlug den Aufstand nieder. Bei der Stasi lösten die Ereignisse Unruhe aus. Die Erinnerungen an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 waren noch frisch und die Geheimpolizei wollte ein Überspringen der explosiven Stimmung auf das eigene Land um jeden Preis verhindern
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Sammlung
Volksaufstand des 17. Juni 1953
1953 entzündete sich an Normerhöhungen der gärende Unmut der DDR-Bürger. Aus spontanen Streiks von Arbeitern in Industriebetrieben und auf Baustellen in Ostberlin entwickelte sich ein Aufstand, der das ganze Land erfasste. Erst die Präsenz sowjetischer Truppen auf den Straßen des Landes brachte die Lage wieder unter Kontrolle der Staatsmacht. Für SED und Stasi wurde der Aufstand zum Trauma – nie wieder wollten sie so überrascht werden wie an diesem Tag.
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Dokument
Bericht des IM "Falun" über Klaus Tuchscherer
Während der Olympischen Winterspiele 1976 in Innsbruck setzte sich der Nordische Kombinierer Klaus Tuchscherer von der DDR-Mannschaft ab. IM "Falun" berichtete daraufhin von seinen Beobachtungen während des vorangegangenen Trainingslagers.
Dokument, 3 Seiten
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Dokument
Abschlussbericht zum Operativen Vorgang "Tramper"
Mit einer Reihe von Schikanen löste die Stasi Ende der 1970er Jahre eine Jugendgruppe auf. Ein politisches Programm hatten die "Tramper" nicht, wie die Stasi selbst feststellte.
Dokument, 8 Seiten
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Dokument
Bericht von IM "Halka" über ein Treffen im Bereich Kommerzielle Koordinierung
Im Jahr 1983 handelten der Chef der Abteilung Kommerzielle Koordinierung (KoKo), Alexander Schalck-Golodkowski, und der bayerische Ministerpräsident, Franz Josef Strauß, einen Milliardenkredit aus, der die DDR vor dem Staatsbankrott bewahrte. Ein Bericht von IM "Halka" verdeutlicht die wirtschaftliche Misere der DDR zum Zeitpunkt der Kreditverhandlungen.
Dokument, 4 Seiten
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Fotografie
Demonstration gegen Fälschung der Kommunalwahlen 1989
Im Mai 1989 konnten Bürgerrechtler die Fälschung der Ergebnisse der Kommunalwahlen nachweisen. Das gab der Bürgerrechtsbewegung erheblichen Auftrieb. Das Thema blieb durch regelmäßige Aktionen, vor allem Demonstrationen am 7. Tag jedes Monats, bis zum Herbst präsent.
1 Fotografie
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Dokument
Aktion „Nazikamarilla“ – Aktennotiz der Abteilung Agitation vom 09. November 1960
Mitte der 1960er Jahre begann die Stasi, sich eingehend mit den nationalsozialistischen Verbrechen um den KZ-Lager-Komplex Mittelbau-Dora auseinanderzusetzen und umfassende Archivauswertungen und Ermittlungen vorzunehmen. Hintergrund war das sich hierzu anbahnende zweite große Strafverfahren auf westdeutschem Boden, der Essener Dora-Prozess, welcher im November 1967 vor dem Essener Landgericht begann. Seit Anfang der 1960er Jahre liefen entsprechende Vorermittlungen in der Bundesrepublik, die vielfach Rechtshilfeersuchen an verschiedene Stellen in der DDR einschlossen und so die Stasi auf den Plan riefen.
Dokument, 2 Seiten
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Dokument
Dokumentation zur Aktion "Festigung"
Um sechs Uhr morgens standen am 3. Oktober 1961 Sicherheitskräfte vor den Türen von vorher genau ausgewählten Personen im Grenzstreifen. Sie teilten den Betroffenen mit, dass sie sofort umziehen müssten. Innerhalb von 18 Stunden wurden 3.600 missliebige Personen zwangsumgesiedelt. In einer Dokumentation wird die Aktion "Festigung" genau analysiert.
Dokument, 60 Seiten
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Dokument
Vermerk über die Verpflegung der Touristendelegationen zur Fußball-Weltmeisterschaft 1974
Zur Weltmeisterschaft 1974 sollten aus der DDR nur handverlesene Touristen fahren. Um die Westreisenden bei Laune zu halten, sollte die Verpflegung während der Reise einwandfrei sein.
Dokument, 2 Seiten
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Dokument
Information über Diskussionen der Bevölkerung zum Verhalten des Sportlers Tuchscherer
Nachdem der Sportler Klaus Tuchscherer sich bei den Olympischen Spielen 1976 in Innsbruck von der DDR-Mannschaft abgesetzt hatte, versuchte das MfS Schaden so gering wie möglich halten. Daher behielt es nicht zuletzt die Berichterstattung der Presse und Meinung ihrer Bevölkerung zu dem Vorfall im Blick.
Dokument, 2 Seiten