Signatur: BArch, MfS, HA XX, Fo, Nr. 211, Bild 1-87
Die Fotoserie entstand im Juni 1983. Die Volkspolizei löste die an sieben Samstagen stattfindende Demonstration der Aktion „Weißer Kreis“ in Jena am 30. Juli 1983 gewaltsam auf.
Am 18. Juni 1983 und an sechs Folgesamstagen versammelten sich anfangs 12 bis zu am Ende über 180 Jenaer Ausreisewillige zwischen 9:00 und 9:15 Uhr auf dem zentral gelegenen Platz der Kosmonauten. Sie waren zumeist in weiß oder in hellen Farben gekleidet, um Friedfertigkeit zu demonstrieren. Sie stellten sich kurzzeitig zu einem Schweigekreis zusammen – dem „Weißen Kreis“. So nannten die Ausreisewilligen ihre Aktion.
Die Idee zu dieser Aktion stammte von Monika Lembke, die diese gemeinsam mit ihrem Ehemann und weiteren Mitstreiterinnen und Mitstreitern auf einem ersten Planungstreffen in Jena am 11. Juni 1983 konkretisierte. Zuvor hatten sie mehrfach erfolglos Anträge auf Ausreise an die DDR-Behörden gesandt.
Nachdem westliche Medien über die Proteste berichtet hatten, reagierte das MfS verstärkt: Volkspolizei und Stasi versuchten durch sichtbare Präsenz, den „Weißen Kreis“ zu unterbinden. Auch mehrere Stasi-Fotografen waren auf dem Platz offen unterwegs. Um einzuschüchtern, versteckten sie sich nicht. Am 30. Juli 1983 löste die Volkspolizei die Demonstration gewaltsam auf und verhaftete mehrere Teilnehmende.
Die Protestform zeigte einen raschen Erfolg. Etwa sechs Wochen später erhielten 143 Personen den Bescheid über die Entlassung aus der Staatsbürgerschaft der DDR.
Auf einer Balustrade oberhalb des Platz der Kosmonauten sind zwei Männer und eine Frau in heller Kleidung unterwegs. Auch sie lichtet der Stasi-Fotograf ab.
Signatur: BArch, MfS, HA XX, Fo, Nr. 211, Bild 1-87
Die Fotoserie entstand im Juni 1983. Die Volkspolizei löste die an sieben Samstagen stattfindende Demonstration der Aktion „Weißer Kreis“ in Jena am 30. Juli 1983 gewaltsam auf.
Am 18. Juni 1983 und an sechs Folgesamstagen versammelten sich anfangs 12 bis zu am Ende über 180 Jenaer Ausreisewillige zwischen 9:00 und 9:15 Uhr auf dem zentral gelegenen Platz der Kosmonauten. Sie waren zumeist in weiß oder in hellen Farben gekleidet, um Friedfertigkeit zu demonstrieren. Sie stellten sich kurzzeitig zu einem Schweigekreis zusammen – dem „Weißen Kreis“. So nannten die Ausreisewilligen ihre Aktion.
Die Idee zu dieser Aktion stammte von Monika Lembke, die diese gemeinsam mit ihrem Ehemann und weiteren Mitstreiterinnen und Mitstreitern auf einem ersten Planungstreffen in Jena am 11. Juni 1983 konkretisierte. Zuvor hatten sie mehrfach erfolglos Anträge auf Ausreise an die DDR-Behörden gesandt.
Nachdem westliche Medien über die Proteste berichtet hatten, reagierte das MfS verstärkt: Volkspolizei und Stasi versuchten durch sichtbare Präsenz, den „Weißen Kreis“ zu unterbinden. Auch mehrere Stasi-Fotografen waren auf dem Platz offen unterwegs. Um einzuschüchtern, versteckten sie sich nicht. Am 30. Juli 1983 löste die Volkspolizei die Demonstration gewaltsam auf und verhaftete mehrere Teilnehmende.
Die Protestform zeigte einen raschen Erfolg. Etwa sechs Wochen später erhielten 143 Personen den Bescheid über die Entlassung aus der Staatsbürgerschaft der DDR.
Passanten in der Fußgängerzone an einem Straßenschild Platz der Kosmonauten.
Organisationsstruktur in der MfS-Zentrale, die durch den Minister oder einen seiner Stellvertreter direkt angeleitet wurde. Die zuletzt 13 Hauptabteilungen wurden durch Einzelleiter geführt. Die weiter untergliederten und nach dem Linienprinzip tätigen HA waren für komplexe, abgegrenzte Bereiche operativ zuständig und federführend verantwortlich. Der Zuschnitt der Zuständigkeitsbereiche war an Ressorts oder geheimdienstlichen Praktiken (z. B. Verkehrswesen, Beobachtung, Funkspionage) orientiert.
Signatur: BArch, MfS, HA XX, Fo, Nr. 211, Bild 1-87
Die Fotoserie entstand im Juni 1983. Die Volkspolizei löste die an sieben Samstagen stattfindende Demonstration der Aktion „Weißer Kreis“ in Jena am 30. Juli 1983 gewaltsam auf.
Am 18. Juni 1983 und an sechs Folgesamstagen versammelten sich anfangs 12 bis zu am Ende über 180 Jenaer Ausreisewillige zwischen 9:00 und 9:15 Uhr auf dem zentral gelegenen Platz der Kosmonauten. Sie waren zumeist in weiß oder in hellen Farben gekleidet, um Friedfertigkeit zu demonstrieren. Sie stellten sich kurzzeitig zu einem Schweigekreis zusammen – dem „Weißen Kreis“. So nannten die Ausreisewilligen ihre Aktion.
Die Idee zu dieser Aktion stammte von Monika Lembke, die diese gemeinsam mit ihrem Ehemann und weiteren Mitstreiterinnen und Mitstreitern auf einem ersten Planungstreffen in Jena am 11. Juni 1983 konkretisierte. Zuvor hatten sie mehrfach erfolglos Anträge auf Ausreise an die DDR-Behörden gesandt.
Nachdem westliche Medien über die Proteste berichtet hatten, reagierte das MfS verstärkt: Volkspolizei und Stasi versuchten durch sichtbare Präsenz, den „Weißen Kreis“ zu unterbinden. Auch mehrere Stasi-Fotografen waren auf dem Platz offen unterwegs. Um einzuschüchtern, versteckten sie sich nicht. Am 30. Juli 1983 löste die Volkspolizei die Demonstration gewaltsam auf und verhaftete mehrere Teilnehmende.
Die Protestform zeigte einen raschen Erfolg. Etwa sechs Wochen später erhielten 143 Personen den Bescheid über die Entlassung aus der Staatsbürgerschaft der DDR.
Zwei Paare in weißer Kleidung sitzen abwartend auf einer Bank in einer kleinen Grünanlage am Platz der Kosmonauten.
Organisationsstruktur in der MfS-Zentrale, die durch den Minister oder einen seiner Stellvertreter direkt angeleitet wurde. Die zuletzt 13 Hauptabteilungen wurden durch Einzelleiter geführt. Die weiter untergliederten und nach dem Linienprinzip tätigen HA waren für komplexe, abgegrenzte Bereiche operativ zuständig und federführend verantwortlich. Der Zuschnitt der Zuständigkeitsbereiche war an Ressorts oder geheimdienstlichen Praktiken (z. B. Verkehrswesen, Beobachtung, Funkspionage) orientiert.