Reaktionen von Beat-Fans auf die Ereignisse

Die Beat-Anhänger waren entrüstet über die Vorgehensweise der Polizei und die Verhaftung von Fans. Am Abend des 31. Oktober kam es zu ersten Reaktionen. Neue Flugblätter tauchten auf.

Eine 16-jährige Schülerin, selbst Anhängerin der Beatles, verlas vor dem Kino "Capitol" zwei von ihr verfasste Gedichte mit "staatsverleumdenden" Texten. Sie hatte im Kinderheim, in welchem sie lebte, von den Polizeieinsätzen gegen die Jugendlichen gehört. In der Folge wurde sie ohne Verurteilung in einen Jugendwerkhof eingewiesen. Begründung der Staatsmacht: "Aufwieglung, vor allem jugendlicher Bürger der DDR gegen die Arbeiter- und Bauern-Macht".

Zwei 17-jährige Mädchen waren so empört, dass sie ihren Protest mit Ölfarbe auf vier Litfaßsäulen, ein Schaufenster und zwei Hauswände malten. Ihre Forderung: "Freiheit für alle Beatfans". Die Mädchen wurden wegen Staatsverleumdung zu einem Jahr und drei Monaten Freiheitsentzug verurteilt.