Aufarbeitung

Werner Teskes Familie erfuhr erst nach dem Sturz des SED-Regimes von den Umständen seines Todes. Die Stasi verschwieg seine Hinrichtung und zwang Frau und Tochter, aus Berlin zu ziehen und eine neue Identität anzunehmen. Erst 1990 - inmitten der gesellschaftlichen Umwälzungen in der DDR - begann die Aufarbeitung des Falls. Die Familie von Werner Teske kämpfte fortan um seine Rehabilitierung. Um auf Teskes Geschichte aufmerksam zu machen, involvierte Sabine Kampf auch die Presse.

Werner Teskes Rehabilitierung gelang: Das Todesurteil gegen ihn wurde 1993 annulliert. Da Teskes Planungen zu keinem Zeitpunkt über das Versuchsstadium hinausgekommen waren, sei der Gerichtsentscheid selbst nach damals gültigem DDR-Recht völlig unverhältnismäßig gewesen, so die Begründung.