• Zusammenfassung der Übertragung eines Konzerts von Udo Lindenberg im SFB

    Zusammenfassung der Übertragung eines Konzerts von Udo Lindenberg im SFB Zusammenfassung der Übertragung eines Konzerts von Udo Lindenberg im SFB
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    Zusammenfassung der Übertragung eines Konzerts von Udo Lindenberg im SFB

    Signatur: BArch, MfS, HA XX, ZMA, Nr. 20037, Bl. 124

    Während seiner Auftritte übte Udo Lindenberg immer wieder Kritik an der DDR. Die Stasi registrierte die Äußerungen des Künstlers genau.

    1984 sagte die SED-Führung eine geplante Tour von Udo Lindenberg durch die DDR kurzfristig ab. Aus den Stasi-Unterlagen geht hervor, dass MfS und SED-Führung befürchteten, der westdeutsche Musiker könnte politischen Einfluss auf seine Anhänger in der DDR ausüben wollen. Lindenberg, für den die Tour vor seinen ostdeutschen Fans ein wichtiges Anliegen gewesen war, machte seiner Frustration über die Absage während seiner Konzerte Luft.

    Weil Übertragungen dieser Konzerte im Westrundfunk auch in der DDR zu empfangen waren, hielt die Stasi die Äußerungen Lindenbergs penibel fest. Das vorliegende Dokument ist die Zusammenfassung einer Konzertübertragung des SFB II vom 13. Mai 1984. Während des Konzerts und in einem Interview in der Pause richtete sich Lindenberg mehrfach direkt an seine "Freunde in der DDR". Er wollte klarstellen, dass es sich bei den offiziell in der DDR genannten Gründen für die Absage der Tour aus seiner Sicht um Ausflüchte handelte.


    Metadaten

    Diensteinheit:
    Hauptabteilung XX
    Datum:
    13.5.1984
    Transkript

    Transkript

    Hauptabteilung XX / OPD

    Berlin, den 13.05.84

    Information über eine Sendung des SFB II am 13.05.84 von 20.05 Uhr bis 22.30 Uhr mit Udo Lindenberg

    Nach Begrüßung der Gäste und Hörer wurde durch einen Moderator mitgeteilt, daß die Übertragung des Konzertes mit Udo Lindenberg "Götterhämmerung" aus der westberliner Deutschlandhalle kurzfristig aufgrund der Absage eines Konzertes des Lindenberg in der DDR, für die Fans in der DDR in das Programm des SFB II aufgenommen wurde.

    Nach den ersten Titeln begrüßte Lindenberg "Honny", den Staatsratsvorsitzenden der DDR, Egon Krenz und die DDR-Politprominenz vorallem die mit den Lederjacken, die jetzt vor der "Glotze" sitzen.

    Im ersten Teil der Sendung, bis ca. 21.10 Uhr brachte Lindenberg Titel, wie

    • Stell dir vor du kommst nach Ostberlin
    • Die Vopo's lächeln an der Grenze
    • Sonderzug nach Pankow
    • In 15 Minuten sind die Russen auf dem Kurfürstendamm

    Nach seinem Lied "Sonderzug nach Pankow" bemerkte Lindenberg, daß am Sonderzug ein Rad ab ist, es ihm leid tut, daß sie nicht für die Leute drüben spielen können. Er brachte zum Ausdruck, daß er nicht für die Funktionäre und die Regierung spielen wollte, sondern im Gegenteil, sie hatten Bedingungen gestellt, wonach die Konzerte für jedermann zugänglich sein sollte, die Karten frei verkäuflich wären und es keine Zensur gäbe. Die Gründe für die Absage seiner Tournee sind seiner Meinung nach lächerlich und widersprüchlich. Die wirklichen Gründe sind im politischen und kulturpolitischen Bereichen zu suchen. Lindenberg äußerte weiterhin sinngemäß, daß die DDR-Oberindianer noch nicht soweit wären, daß Anliegen seiner Konzerte zu begreifen.

    In der Pause führte der Moderator mit dem Lindenberg  ein kurzes Interwiew, in dem es im wesentlichen um die Ablehnung bzw. Absage der DDR-Tournee ging. Lindenberg brachte zum Ausdruck,d aß es über die Gründe der Absage viel spekulatives gibt. Die meisten Freunde in der DDR wissen, daß die Begründung für die Absage eines Konzertes u.a. mit der Bemerkung"die FDJ hätte mit der Durchführung von großen Freiluftkonzerten keine Erfahrung" nicht stimmt. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Organisierung und Durchführung von Jugendtreffen und Festivals.

    Auf Bemerkungen des Moderators, wonach eventuell Lieder wie "Sonderzug nach Pankow" oder "In 15 Minuten sind die Russen auf dem Kurfürstendamm" bei den Funktionären der DDR nicht den "richtigen Anklang" finden ,äußerte Lindenberg, daß diese Songs von den Funktionären nicht richtig verständen werden. Er wolle damit nichts negatives ausdrücken. Auf die Frage nach der Meinung des Lindenberg zur Ablehnung der Tournee der Gruppe "PAP" äußerte dieser, daß die Gruppe "PAP" unklug gehandelt habe, als sie 3 Wochen vor Beginn der Tournee die DDR-Funktionäre mit einen neuen Lied "verärgert" haben. Um seinen Auftritt in der DDR zu "sichern" sollte er sich im Aufträge der FDJ von der Gruppe "PAP" distanzieren.

    Im Zusammenhang mit den gegenwärtig aufgetretenen "Irrtürmern" bezogen auf die Lieder des Lindenberg, insbesondere dem Lied "Sonderzug nach Pankow" vertrat Lindenberg die Auffassung, da er in Westberlin wohnt, genüge ein Anruf, um diese "Irrtümer" aus der Welt zu schaffen.

     

    Begriffserklärungen

    Begriffserklärungen

    Hauptabteilung XX (Staatsapparat, Kultur, Kirchen, Untergrund)

    Die Hauptabteilung XX bildete den Kernbereich der politischen Repression und Überwachung der Staatssicherheit. In Struktur und Tätigkeit passte sie sich mehrfach an die sich wandelnden Bedingungen der Herrschaftssicherung an. Die Diensteinheit ging 1964 durch Umbenennung aus der Hauptatbeilung V hervor, die ihrerseits in den Abteilungen V und VI (1950–1953) ihre Vorläufer hatte.

    Die Hauptabteilung XX und die ihr nachgeordneten Abteilungen XX in den Bezirksverwaltungen (Linie XX) sowie entsprechende Arbeitsbereiche in den KD überwachten wichtige Teile des Staatsapparates (u. a. Justiz, Gesundheitswesen und bis 1986 das Post- und Fernmeldewesen), die Blockparteien und Massenorganisationen, den Kultur- und Sportbereich, die Medien und die Kirchen sowie SED-Sonderobjekte und Parteibetriebe. Federführend war die Hauptabteilung XX auch bei der Bekämpfung der "politischen Untergrundtätigkeit" (PUT), also der Opposition.

    Ab der zweiten Hälfte der 50er Jahre und verstärkt seit dem Beginn der Entspannungspolitik fühlte sich das SED-Regime zunehmend durch die "politisch-ideologische Diversion" (PiD) bedroht. Die Schwächung der "Arbeiter-und-Bauern-Macht" durch "ideologische Aufweichung und Zersetzung" galt als Hauptinstrument des Westens bei der Unterminierung der DDR. Auch bei der Bekämpfung der PiD hatte die Hauptabteilung XX innerhalb des MfS die Federführung.

    Das Erstarken der Bürgerrechtsbewegung (Friedens-, Umwelt- und Menschenrechtsgruppen) in der DDR führte in den 80er Jahren zu einem weiteren Bedeutungszuwachs der Linie XX. In der DA 2/85 bestätigte Minister Mielke dementsprechend die Federführung der Hauptabteilung XX bei der Bekämpfung der PUT.

    Im Verlauf der fast 40-jährigen Entwicklung der Hauptabteilung XX veränderte sich ihre Struktur mehrfach. In der Endphase verfügte sie über neun operative Abteilungen und vier Funktionalorgane der Leitung (Sekretariat, Arbeitsgruppe der Leitung, Koordinierungsgruppe des Leiters, Auswertungs- und Kontrollgruppe).

    Die Hauptabteilung V lag ab 1953 zunächst im unmittelbaren Anleitungsbereich von Mielke in seiner Eigenschaft als 1. Stellvertreter des Staatssicherheitschefs. Ab 1955 war der stellvertretende Minister Bruno Beater und 1964–1974 der stellv. Minister Fritz Schröder auf der Ebene der MfS-Leitung für die Hauptabteilung XX zuständig. Beide waren zuvor selbst (Beater 1953–1955, Schröder 1955–1963) Leiter der Hauptabteilung V. Seit 1975 gehörte die Hauptabteilung XX zum Verantwortungsbereich von Mielkes Stellvertreter Rudi Mittig. Von 1964 bis zur Auflösung des MfS leitete Kienberg die Hauptabteilung XX. Ihm standen seit 1965 zwei Stellvertreter zur Seite.

    1954 waren in der Hauptabteilung V insgesamt 139 Mitarbeiter beschäftigt. Im Herbst 1989 verfügte die Hauptabteilung XX über 461 Mitarbeiter, von denen mehr als 200 als IM-führende Mitarbeiter eingesetzt waren.

    In den 15 Bezirksverwaltungen waren auf der Linie XX im Oktober 1989 insgesamt knapp 1.000 Kader und damit auf der gesamten Linie XX fast 1.500 hauptamtliche Mitarbeiter im Einsatz. Gleichzeitig konnte allein die Hauptabteilung XX mit etwas mehr als 1.500 IM auf einen überdurchschnittlich hohen Bestand an inoffiziellen Kräften zurückgreifen. Ihrem Aufgabenprofil entsprechend spiegelt sich nicht zuletzt in der Entwicklung der Hauptabteilung XX auch die Geschichte von Opposition, Widerstand und politischer Dissidenz in der DDR. Im Herbst 1989 wurden von der Diensteinheit 31 Operative Vorgänge (10 Prozent aller Operativen Vorgänge im Berliner Ministeriumsbereich) und 59 Operative Personenkontrollen (8,7 Prozent) bearbeitet.

    Hauptabteilung (HA)

    Organisationsstruktur in der MfS-Zentrale, die durch den Minister oder einen seiner Stellvertreter direkt angeleitet wurde. Die zuletzt 13 Hauptabteilungen wurden durch Einzelleiter geführt. Die weiter untergliederten und nach dem Linienprinzip tätigen HA waren für komplexe, abgegrenzte Bereiche operativ zuständig und federführend verantwortlich. Der Zuschnitt der Zuständigkeitsbereiche war an Ressorts oder geheimdienstlichen Praktiken (z. B. Verkehrswesen, Beobachtung, Funkspionage) orientiert.

    Zentrale Materialablage (ZMA)

    Die ZMA dienten der Schriftgutverwaltung operativer Diensteinheiten. Sie wurden überwiegend personenbezogen geführt und entstanden im Kontext der Erfassung auf Kerblochkarten (KK) bzw. Sichtlochkarten (SLK) sowie vor allem in Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskarteien (VSH).

    In ZMA wurden Vermerke und zusammengetragene Unterlagen (sog. sogenannte "Originalinformationen") verwahrt. Der Zugang fand über die o. g. Karteien (KK, SLK, VSH) statt. ZMA waren zu meist als Hängeregistraturen mit numerischer Ablage organisiert. ZMA über Personen, die nicht zu einem registrierten Vorgang (Registrierung) geführt hatten, für die operative Arbeit nicht mehr benötigt, aber als bedeutsam betrachtet wurden (z. B. Ergebnisse aus Sicherheitsüberprüfungen), kamen in der Abteilung XII als "Archiviertes Material über Personen" (Personenablage, Allgemeine/AP) zur Ablage.

    Abkürzungen

    Abkürzungen

    DDR
    Deutsche Demokratische Republik
    FDJ
    Freie Deutsche Jugend
    HA
    Hauptabteilung
    MfS
    Ministerium für Staatssicherheit (MfS)
    OPD
    Operativ-Dienststelle
    SFB
    Sender Freies Berlin
    SED
    Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
    Stasi
    Staatssicherheit
    Vopo
    Volkspolizei
    Vopo
    Volkspolizei
    ZMA
    Zentrale Materialablage
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  • Information zu einem Aufenthalt Udo Lindenbergs in Ost-Berlin

    Information zu einem Aufenthalt Udo Lindenbergs in Ost-Berlin Information zu einem Aufenthalt Udo Lindenbergs in Ost-Berlin
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    Information zu einem Aufenthalt Udo Lindenbergs in Ost-Berlin

    Signatur: BArch, MfS, HA XX, ZMA, Nr. 20037, Bl. 149

    Die Stasi beobachtete die Bewegungen von Zielpersonen in der DDR genau – in diesem Fall einen Besuch Udo Lindenbergs in Ost-Berlin.

    Für die Stasi war der westdeutsche Musiker Udo Lindenberg seit Beginn der 1980er Jahre von besonderem Interesse. Der Künstler hatte sich zunächst intensiv um die Genehmigung für Konzerte in der DDR bemüht und dabei auch einen offenen Brief an SED-Generalsekretär Erich Honecker geschrieben. Nach einem viel beachteten Konzert Lindenbergs im Rahmen einer FDJ-Veranstaltung im Palast der Republik sagte ihm die Staatsführung zunächst eine Tournee in der DDR zu, um sie dann aus politischem Kalkül wieder abzusagen. Danach machte Lindenberg seiner Frustration immer wieder durch Kritik an der DDR Luft.

    Das vorliegende Dokument ist ein Bericht über einen Besuch Udo Lindenbergs im Zentralen Klub der Gewerkschaft Kunst "Die Möwe" in Ost-Berlin. Zuträger der Stasi registrierten genau, was Lindenberg tat, wem er dabei auffiel und ob er mit DDR-Bürgern in näheren Kontakt trat.


    Metadaten

    Diensteinheit:
    Hauptabteilung XX
    Datum:
    6.2.1987
    Transkript

    Transkript

    Hauptabteilung XX

    Streng geheim

    Berlin, 6.2.1987

    Nr. 77 / 87

    Information zum Aufenthalt des BRD-Sängers Udo Lindenberg im Zentralen Klub der Gewerkschaft Kunst "Die Möwe"

    Inoffiziell wurde bekannt, daß sich am 4.2.1987 in der Zeit von 21.15 bis 23.40 Uhr der BRD-Sänger Udo Lindenberg im Zentralen Klub der Gewerkschaft Kunst "Die Möwe" aufhielt.

    Lindenberg wurde durch zwei Personen begleitet,

    Bei einem von ihnen handelt es sich um einen Kabarettisten des Westberliner Kabaretts "Tornados" namens [geschwärzt] Der andere wurde namentlich nicht bekannt.

    Lindenberg wurde durch den Abenddienstleiter der "Möwe" in den Barraum geführt, wo sich etwa 10 bis 12 Gäste aufhielten. Seine Anwesenheit wurde durch die Gäste kaum zur Kenntnis genommen, da er vom Publikum aufgrund seines zurückhaltenden Auftretens und seiner unauffälligen Kleidung nicht erkannt wurde.

    Lediglich das Personal, daß sich im Barraum befand und Lindenberg erkannte, äußerte den Wunsch, ein Autogramm von ihm zu erhalten. Diesem Wunsch wurde entsprochen.

    Begriffserklärungen

    Begriffserklärungen

    Hauptabteilung XX (Staatsapparat, Kultur, Kirchen, Untergrund)

    Die Hauptabteilung XX bildete den Kernbereich der politischen Repression und Überwachung der Staatssicherheit. In Struktur und Tätigkeit passte sie sich mehrfach an die sich wandelnden Bedingungen der Herrschaftssicherung an. Die Diensteinheit ging 1964 durch Umbenennung aus der Hauptatbeilung V hervor, die ihrerseits in den Abteilungen V und VI (1950–1953) ihre Vorläufer hatte.

    Die Hauptabteilung XX und die ihr nachgeordneten Abteilungen XX in den Bezirksverwaltungen (Linie XX) sowie entsprechende Arbeitsbereiche in den KD überwachten wichtige Teile des Staatsapparates (u. a. Justiz, Gesundheitswesen und bis 1986 das Post- und Fernmeldewesen), die Blockparteien und Massenorganisationen, den Kultur- und Sportbereich, die Medien und die Kirchen sowie SED-Sonderobjekte und Parteibetriebe. Federführend war die Hauptabteilung XX auch bei der Bekämpfung der "politischen Untergrundtätigkeit" (PUT), also der Opposition.

    Ab der zweiten Hälfte der 50er Jahre und verstärkt seit dem Beginn der Entspannungspolitik fühlte sich das SED-Regime zunehmend durch die "politisch-ideologische Diversion" (PiD) bedroht. Die Schwächung der "Arbeiter-und-Bauern-Macht" durch "ideologische Aufweichung und Zersetzung" galt als Hauptinstrument des Westens bei der Unterminierung der DDR. Auch bei der Bekämpfung der PiD hatte die Hauptabteilung XX innerhalb des MfS die Federführung.

    Das Erstarken der Bürgerrechtsbewegung (Friedens-, Umwelt- und Menschenrechtsgruppen) in der DDR führte in den 80er Jahren zu einem weiteren Bedeutungszuwachs der Linie XX. In der DA 2/85 bestätigte Minister Mielke dementsprechend die Federführung der Hauptabteilung XX bei der Bekämpfung der PUT.

    Im Verlauf der fast 40-jährigen Entwicklung der Hauptabteilung XX veränderte sich ihre Struktur mehrfach. In der Endphase verfügte sie über neun operative Abteilungen und vier Funktionalorgane der Leitung (Sekretariat, Arbeitsgruppe der Leitung, Koordinierungsgruppe des Leiters, Auswertungs- und Kontrollgruppe).

    Die Hauptabteilung V lag ab 1953 zunächst im unmittelbaren Anleitungsbereich von Mielke in seiner Eigenschaft als 1. Stellvertreter des Staatssicherheitschefs. Ab 1955 war der stellvertretende Minister Bruno Beater und 1964–1974 der stellv. Minister Fritz Schröder auf der Ebene der MfS-Leitung für die Hauptabteilung XX zuständig. Beide waren zuvor selbst (Beater 1953–1955, Schröder 1955–1963) Leiter der Hauptabteilung V. Seit 1975 gehörte die Hauptabteilung XX zum Verantwortungsbereich von Mielkes Stellvertreter Rudi Mittig. Von 1964 bis zur Auflösung des MfS leitete Kienberg die Hauptabteilung XX. Ihm standen seit 1965 zwei Stellvertreter zur Seite.

    1954 waren in der Hauptabteilung V insgesamt 139 Mitarbeiter beschäftigt. Im Herbst 1989 verfügte die Hauptabteilung XX über 461 Mitarbeiter, von denen mehr als 200 als IM-führende Mitarbeiter eingesetzt waren.

    In den 15 Bezirksverwaltungen waren auf der Linie XX im Oktober 1989 insgesamt knapp 1.000 Kader und damit auf der gesamten Linie XX fast 1.500 hauptamtliche Mitarbeiter im Einsatz. Gleichzeitig konnte allein die Hauptabteilung XX mit etwas mehr als 1.500 IM auf einen überdurchschnittlich hohen Bestand an inoffiziellen Kräften zurückgreifen. Ihrem Aufgabenprofil entsprechend spiegelt sich nicht zuletzt in der Entwicklung der Hauptabteilung XX auch die Geschichte von Opposition, Widerstand und politischer Dissidenz in der DDR. Im Herbst 1989 wurden von der Diensteinheit 31 Operative Vorgänge (10 Prozent aller Operativen Vorgänge im Berliner Ministeriumsbereich) und 59 Operative Personenkontrollen (8,7 Prozent) bearbeitet.

    Hauptabteilung (HA)

    Organisationsstruktur in der MfS-Zentrale, die durch den Minister oder einen seiner Stellvertreter direkt angeleitet wurde. Die zuletzt 13 Hauptabteilungen wurden durch Einzelleiter geführt. Die weiter untergliederten und nach dem Linienprinzip tätigen HA waren für komplexe, abgegrenzte Bereiche operativ zuständig und federführend verantwortlich. Der Zuschnitt der Zuständigkeitsbereiche war an Ressorts oder geheimdienstlichen Praktiken (z. B. Verkehrswesen, Beobachtung, Funkspionage) orientiert.

    Zentrale Materialablage (ZMA)

    Die ZMA dienten der Schriftgutverwaltung operativer Diensteinheiten. Sie wurden überwiegend personenbezogen geführt und entstanden im Kontext der Erfassung auf Kerblochkarten (KK) bzw. Sichtlochkarten (SLK) sowie vor allem in Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskarteien (VSH).

    In ZMA wurden Vermerke und zusammengetragene Unterlagen (sog. sogenannte "Originalinformationen") verwahrt. Der Zugang fand über die o. g. Karteien (KK, SLK, VSH) statt. ZMA waren zu meist als Hängeregistraturen mit numerischer Ablage organisiert. ZMA über Personen, die nicht zu einem registrierten Vorgang (Registrierung) geführt hatten, für die operative Arbeit nicht mehr benötigt, aber als bedeutsam betrachtet wurden (z. B. Ergebnisse aus Sicherheitsüberprüfungen), kamen in der Abteilung XII als "Archiviertes Material über Personen" (Personenablage, Allgemeine/AP) zur Ablage.

    Abkürzungen

    Abkürzungen

    BRD
    Bundesrepublik Deutschland
    DDR
    Deutsche Demokratische Republik
    FDJ
    Freie Deutsche Jugend
    HA
    Hauptabteilung
    MfS
    Ministerium für Staatssicherheit (MfS)
    SED
    Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
    Stasi
    Staatssicherheit
    ZMA
    Zentrale Materialablage
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  • Weiterführende Literatur

    • Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik: Udo rockt für den Weltfrieden. Das Konzert von 1983 in den Stasi-Unterlagen; BStU, Berlin 2013
  • Geschichten

    Udo rockt für den Weltfrieden

    Das Konzert von 1983 in den Stasi-Unterlagen

    Nur einen einzigen Auftritt hatte Udo Lindenberg in der DDR vor dem Mauerfall. Am 25. Oktober 1983 spielte der westdeutsche Rocker 15 Minuten beim Friedensfestival der "Freien Deutschen Jugend" (FDJ) in Ost-Berlin. In dieser Hochphase des "Kalten Krieges" löste der Auftritt bei der Stasi einen umfangreichen Einsatz aus, nicht zuletzt, weil Udo Lindenberg ein steter Kritiker der Berliner Mauer war.

    Udo rockt für den Weltfrieden

  • Einleitung

    Wie können ein Musiker und sein Lied über einen Sonderzug einen Staat und seine Geheimpolizei über Wochen und Monate hinweg beschäftigen? Die Geschichte vom Auftritt Udo Lindenbergs im Ost-Berliner Palast der Republik gibt Antworten und zeigt dabei die vielfältigen Verflechtungen zwischen dem Parteiapparat der SED und seiner Geheimpolizei Stasi beim Streben nach allumfassender Kontrolle – selbst, wenn es nur um Musik ging.

    Die aufgeführten Dokumente zeigen beispielhaft, wie umfassend die Stasi im Auftrag der SED agierte und wie eng andere staatliche Institutionen mit ihr kooperierten – alles zur Kontrolle von Menschen, die Lust auf andere Musik hatten.

    Einleitung

  • Der Sonderzug nach Pankow

    Der westdeutsche Sänger Udo Lindenberg warb in seinen Liedern für ein Miteinander jenseits ideologischer Grenzen. Nicht nur der bedrohliche "Atomraketenwald", auch die DDR und die von ihr errichtete Mauer waren Thema seiner Songs. Lange hatte Lindenberg sich vergeblich um einen DDR-Auftritt bemüht. Im Februar 1983 warb er dafür lautstark mit dem Lied "Sonderzug nach Pankow". Darin grüßte er den Staatsratsvorsit zenden Erich Honecker und forderte ihn auf, nicht so ein "sturer Schrat" zu sein und ihn endlich im Arbeiter- und Bauernstaat singen zu lassen. Der mit so viel Ironie Bedachte ließ das Lied erbost verbieten. Wer es im Osten öffentlich spielte, riskierte Haft. Die Stasi stellte in einer "rechtlichen Analyse" fest, der Text sei geeignet, das "gesellschaftliche Ansehen des Vorsitzenden des Staatsrates der DDR ... herabzusetzen". Lindenbergs "gesamtes Verhalten und Auftreten" sei "dekadent".

    Als das Lied erschien, stand die Welt am atomaren Abgrund. Im Zuge des NATO-Doppelbeschlusses von 1979 wurden 1983 als Reaktion auf die Modernisierung sowjetischer Raketen in Osteuropa neue US-Raketen in Westeuropa aufgestellt. Hunderttausende Menschen gingen dort gegen das Wettrüsten auf die Straße und engagierten sich in der Friedensbewegung. Eine unabhängige Friedensbewegung entstand auch in der DDR. Die Partei- und Staatsführung reagierte prompt. Sie ließ Polizei und Staatssicherheit brutal gegen junge Menschen vorgehen, die etwa den Aufnäher "Schwerter zu Pflugscharen" trugen. Und sie ließ eine ihr genehme offizielle Friedensbewegung ausschließlich gegen NATO-Raketen protestieren.

    Kein Wunder, dass der Rocker aus dem Westen mit seinem Auftrittswunsch ins Visier der Stasi geriet, und das schon in den 70er Jahren.

    Der Sonderzug nach Pankow

  • Vermerk über das Auftreten Udo Lindenbergs

    Vermerk über das Auftreten Udo Lindenbergs

    Vermerk über das Auftreten Udo Lindenbergs

  • Information über das Abspielen eines Liedes mit die DDR diskriminierendem Inhalt

    Information über das Abspielen eines Liedes mit die DDR diskriminierendem Inhalt

    Information über das Abspielen eines Liedes mit die DDR diskriminierendem Inhalt

  • Auskunft zum BRD-Rockmusiker Udo Lindenberg

    Auskunft zum BRD-Rockmusiker Udo Lindenberg

    Auskunft zum BRD-Rockmusiker Udo Lindenberg

  • Rechtliche Einschätzung zum Liedtext "Sonderzug nach Pankow" von Udo Lindenberg

    Rechtliche Einschätzung zum Liedtext "Sonderzug nach Pankow" von Udo Lindenberg

    Rechtliche Einschätzung zum Liedtext "Sonderzug nach Pankow" von Udo Lindenberg

  • Operative Information Nr. 30/83 über Udo Lindenberg hörende Studenten

    Operative Information Nr. 30/83 über Udo Lindenberg hörende Studenten

    Operative Information Nr. 30/83 über Udo Lindenberg hörende Studenten

  • Vorschläge zur Bestrafung von Personen, die Udo Lindenbergs Lied "Sonderzug nach Pankow" in der Öffentlichkeit wiedergeben

    Vorschläge zur Bestrafung von Personen, die Udo Lindenbergs Lied "Sonderzug nach Pankow" in der Öffentlichkeit wiedergeben

    Vorschläge zur Bestrafung von Personen, die Udo Lindenbergs Lied "Sonderzug nach Pankow" in der Öffentlichkeit wiedergeben

  • Mitschrift der Stasi von einer RIAS-Sendung zu Udo Lindenberg

    Mitschrift der Stasi von einer RIAS-Sendung zu Udo Lindenberg

    Mitschrift der Stasi von einer RIAS-Sendung zu Udo Lindenberg

  • Brief von Udo Lindenberg an Erich Honecker

    Brief von Udo Lindenberg an Erich Honecker

    Brief von Udo Lindenberg an Erich Honecker

  • Information des IME "Robert" zu einem geplanten Konzert von Udo Lindenberg

    Information des IME "Robert" zu einem geplanten Konzert von Udo Lindenberg

    Information des IME "Robert" zu einem geplanten Konzert von Udo Lindenberg

  • Informationen zum Auftritt des Sängers Udo Lindenberg im Palast der Republik

    Informationen zum Auftritt des Sängers Udo Lindenberg im Palast der Republik

    Informationen zum Auftritt des Sängers Udo Lindenberg im Palast der Republik

  • Hinweise zum geplanten Auftritt Udo Lindenbergs im Palast der Republik

    Hinweise zum geplanten Auftritt Udo Lindenbergs im Palast der Republik

    Hinweise zum geplanten Auftritt Udo Lindenbergs im Palast der Republik

  • Information über die Reaktionen der Bevölkerung zum Auftritt Udo Lindenbergs in der DDR

    Information über die Reaktionen der Bevölkerung zum Auftritt Udo Lindenbergs in der DDR

    Information über die Reaktionen der Bevölkerung zum Auftritt Udo Lindenbergs in der DDR

  • Konzeption für Auswahl und Vorbereitung der Teilnehmer am Udo-Lindenberg-Konzert

    Konzeption für Auswahl und Vorbereitung der Teilnehmer am Udo-Lindenberg-Konzert

    Konzeption für Auswahl und Vorbereitung der Teilnehmer am Udo-Lindenberg-Konzert

  • Teilnehmerschlüssel für das Udo-Lindenberg-Konzert am 25.10.1983

    Teilnehmerschlüssel für das Udo-Lindenberg-Konzert am 25.10.1983

    Teilnehmerschlüssel für das Udo-Lindenberg-Konzert am 25.10.1983

  • Kräfteeinsatzplan zur Sicherung des Udo-Lindenberg-Konzertes am 25.10.1983

    Kräfteeinsatzplan zur Sicherung des Udo-Lindenberg-Konzertes am 25.10.1983

    Kräfteeinsatzplan zur Sicherung des Udo-Lindenberg-Konzertes am 25.10.1983

  • IM-Bericht über den Kartenverkauf für das Lindenberg-Konzert in Ost-Berlin

    IM-Bericht über den Kartenverkauf für das Lindenberg-Konzert in Ost-Berlin

    IM-Bericht über den Kartenverkauf für das Lindenberg-Konzert in Ost-Berlin

  • IM-Bericht über Meinungen zum Lindenberg-Konzert in Ost-Berlin

    IM-Bericht über Meinungen zum Lindenberg-Konzert in Ost-Berlin

    IM-Bericht über Meinungen zum Lindenberg-Konzert in Ost-Berlin

  • Brief des Generaldirektors der Künstler-Agentur an den Minister für Kultur

    Brief des Generaldirektors der Künstler-Agentur an den Minister für Kultur

    Brief des Generaldirektors der Künstler-Agentur an den Minister für Kultur

  • Information über Diskussionen unter FDJ-Mitgliedern

    Information über Diskussionen unter FDJ-Mitgliedern

    Information über Diskussionen unter FDJ-Mitgliedern

  • Einsatzplan zur Sicherung des Konzertes von Udo Lindenberg und Harry Belafonte

    Einsatzplan zur Sicherung des Konzertes von Udo Lindenberg und Harry Belafonte

    Einsatzplan zur Sicherung des Konzertes von Udo Lindenberg und Harry Belafonte

  • Karte des Marx-Engels-Platzes mit dem Palast der Republik

    Karte des Marx-Engels-Platzes mit dem Palast der Republik

    Karte des Marx-Engels-Platzes mit dem Palast der Republik

  • Hinweis über Reaktionen der Bevölkerung zum bevorstehenden Auftritt von Udo Lindenberg

    Hinweis über Reaktionen der Bevölkerung zum bevorstehenden Auftritt von Udo Lindenberg

    Hinweis über Reaktionen der Bevölkerung zum bevorstehenden Auftritt von Udo Lindenberg

  • Zutrittskarte für das Udo-Lindenberg-Konzert am 25.10.1983

    Zutrittskarte für das Udo-Lindenberg-Konzert am 25.10.1983

    Zutrittskarte für das Udo-Lindenberg-Konzert am 25.10.1983

  • Zutrittskarte für das Udo-Lindenberg-Konzert am 25.10.1983

    Zutrittskarte für das Udo-Lindenberg-Konzert am 25.10.1983

    Zutrittskarte für das Udo-Lindenberg-Konzert am 25.10.1983

  • Udo rockt in Ostberlin

    Trotz seines "dekadenten" Auftretens durfte Lindenberg in der "Hauptstadt der DDR" rocken. Diese jähe Wendung verursachte Lindenbergs Konzert-Manager Fritz Rau. Zum großen Friedensfest der Freien Deutschen Jugend (FDJ) im Palast der Republik sollten auch internationale Künstler auftreten. Der US-Sänger Harry Belafonte, Vietnamkriegsgegner und Friedenskämpfer, war bereit. Für dieses verlockende Angebot schluckten die DDR-Oberen sogar eine Kröte, die ihnen Fritz Rau servierte: Belafonte tritt auf, wenn Udo Lindenberg singt.

    Nach der Entscheidung für Lindenbergs Auftritt überwachten verschiedene Stasi-Diensteinheiten die Vorbereitungen, das Konzert und die Reaktionen darauf. Inoffizielle Mitarbeiter (IM) berichteten über Meinungen zur Auftrittserlaubnis und zur Kartenvergabe. Am Tag des Auftritts war die Stasi im Großeinsatz und "sicherte" den Palast der Republik. Mitarbeiter fotografierten Lindenbergs Einreise und observierten die akkreditierten Journalisten. Ein IM berichtete sogar direkt aus dem Umfeld des Sängers.

    Udo rockt in Ostberlin

  • Informationen zu Aufenthalten Udo Lindenbergs in Ost-Berlin

    Informationen zu Aufenthalten Udo Lindenbergs in Ost-Berlin

    Informationen zu Aufenthalten Udo Lindenbergs in Ost-Berlin

  • Bericht zu Film- und Fotoaufnahmen im Zusammenhang mit der Einreise Udo Lindenbergs

    Bericht zu Film- und Fotoaufnahmen im Zusammenhang mit der Einreise Udo Lindenbergs

    Bericht zu Film- und Fotoaufnahmen im Zusammenhang mit der Einreise Udo Lindenbergs

  • Ankunft Udo Lindenbergs am Grenzübergang Invalidenstraße am 25.10.1983

    Ankunft Udo Lindenbergs am Grenzübergang Invalidenstraße am 25.10.1983

    Ankunft Udo Lindenbergs am Grenzübergang Invalidenstraße am 25.10.1983

  • Verteiler für die Bilddokumentation des Grenzübertritts von Udo Lindenberg am 25.10.1983

    Verteiler für die Bilddokumentation des Grenzübertritts von Udo Lindenberg am 25.10.1983

    Verteiler für die Bilddokumentation des Grenzübertritts von Udo Lindenberg am 25.10.1983

  • Aktivitätenplan am Tag des Udo-Lindenberg-Konzertes im Palast der Republik

    Aktivitätenplan am Tag des Udo-Lindenberg-Konzertes im Palast der Republik

    Aktivitätenplan am Tag des Udo-Lindenberg-Konzertes im Palast der Republik

  • Information zur Abfahrt Udo Lindenbergs vom Palast der Republik zum IPZ

    Information zur Abfahrt Udo Lindenbergs vom Palast der Republik zum IPZ

    Information zur Abfahrt Udo Lindenbergs vom Palast der Republik zum IPZ

  • Menschenmenge in Berlin anlässlich eines Konzerts von Udo Lindenberg

    Menschenmenge in Berlin anlässlich eines Konzerts von Udo Lindenberg

    Menschenmenge in Berlin anlässlich eines Konzerts von Udo Lindenberg

  • Bericht über die Pressekonferenz mit Harry Belafonte und Udo Lindenberg in Ost-Berlin

    Bericht über die Pressekonferenz mit Harry Belafonte und Udo Lindenberg in Ost-Berlin

    Bericht über die Pressekonferenz mit Harry Belafonte und Udo Lindenberg in Ost-Berlin

  • Udo Lindenberg bei der Pressekonferenz am 25.10.1983

    Udo Lindenberg bei der Pressekonferenz am 25.10.1983

    Udo Lindenberg bei der Pressekonferenz am 25.10.1983

  • Bericht des IMB "Ernst" über ein Treffen mit Udo Lindenberg

    Bericht des IMB "Ernst" über ein Treffen mit Udo Lindenberg

    Bericht des IMB "Ernst" über ein Treffen mit Udo Lindenberg

  • Augenzeugenbericht zu den Verhaftungen während des Lindenberg-Konzerts in Ost-Berlin

    Augenzeugenbericht zu den Verhaftungen während des Lindenberg-Konzerts in Ost-Berlin

    Augenzeugenbericht zu den Verhaftungen während des Lindenberg-Konzerts in Ost-Berlin

  • Lagefilm der Stasi zum Konzert mit Udo Lindenberg im Palast der Republik

    Lagefilm der Stasi zum Konzert mit Udo Lindenberg im Palast der Republik

    Lagefilm der Stasi zum Konzert mit Udo Lindenberg im Palast der Republik

  • Risiko Lindenberg nicht kalkulierbar

    Nach dem Auftritt Lindenbergs wurde eine für 1984 geplante Tournee des Künstlers durch die DDR wurde abgesagt. Der Chef der Künstler-Agentur der DDR, Hermann Falk, hatte sich vehement dagegen ausgesprochen.

    Weil die westdeutsche Band BAP im Januar 1984 kurzfristig einen geplanten Auftritt in Ost-Berlin absagte, legte der FDJ-Zentralrat fest, dass Rockgruppen aus dem Ausland nur noch mit seiner Zustimmung auftreten durften. Eberhard Aurich, 1. Sekretär des FDJ-Zentralrates, informierte darüber im Januar 1984 die zuständige Stasi-Hauptabteilung XX. Unter Punkt 4 heißt es auch: "Die vorgesehene Tournee des Udo Lindenberg in der DDR wird nicht stattfinden." Vorgeschobene Gründe mussten herhalten. Das Risiko Lindenberg schien nicht kalkulierbar. Der Auftritt im Palast der Republik im Oktober 1983 sollte sein einziges Konzert in der DDR vor dem Mauerfall bleiben.

    Risiko Lindenberg nicht kalkulierbar

  • Reaktionen der DDR-Bevölkerung zum Auftritt von Udo Lindenberg in Ost-Berlin

    Reaktionen der DDR-Bevölkerung zum Auftritt von Udo Lindenberg in Ost-Berlin

    Reaktionen der DDR-Bevölkerung zum Auftritt von Udo Lindenberg in Ost-Berlin

  • Information zur Teilnahme des Udo Lindenberg am Friedenskonzert

    Information zur Teilnahme des Udo Lindenberg am Friedenskonzert

    Information zur Teilnahme des Udo Lindenberg am Friedenskonzert

  • Information zur Reaktion des Publikums während des Konzerts von Udo Lindenberg

    Information zur Reaktion des Publikums während des Konzerts von Udo Lindenberg

    Information zur Reaktion des Publikums während des Konzerts von Udo Lindenberg

  • Erfahrungsprotokoll zum Einsatz der Stasi beim Lindenberg-Konzert

    Erfahrungsprotokoll zum Einsatz der Stasi beim Lindenberg-Konzert

    Erfahrungsprotokoll zum Einsatz der Stasi beim Lindenberg-Konzert

  • Information zum öffentlichen Auftreten Udo Lindenbergs während seines Konzertes in Ost-Berlin

    Information zum öffentlichen Auftreten Udo Lindenbergs während seines Konzertes in Ost-Berlin

    Information zum öffentlichen Auftreten Udo Lindenbergs während seines Konzertes in Ost-Berlin

  • Abschlussbericht zum Sicherungseinsatz beim Friedensfestival der FDJ im Palast der Republik

    Abschlussbericht zum Sicherungseinsatz beim Friedensfestival der FDJ im Palast der Republik

    Abschlussbericht zum Sicherungseinsatz beim Friedensfestival der FDJ im Palast der Republik

  • Information über die beim Lindenberg-Konzert in Ost-Berlin anwesenden Pressevertreter

    Information über die beim Lindenberg-Konzert in Ost-Berlin anwesenden Pressevertreter

    Information über die beim Lindenberg-Konzert in Ost-Berlin anwesenden Pressevertreter

  • Information über Unmutsäußerung des Generaldirektors der Künstleragentur Hermann Falk

    Information über Unmutsäußerung des Generaldirektors der Künstleragentur Hermann Falk

    Information über Unmutsäußerung des Generaldirektors der Künstleragentur Hermann Falk

  • Erkenntnisse aus dem Sicherungseinsatz beim Friedenskonzert mit Udo Lindenberg

    Erkenntnisse aus dem Sicherungseinsatz beim Friedenskonzert mit Udo Lindenberg

    Erkenntnisse aus dem Sicherungseinsatz beim Friedenskonzert mit Udo Lindenberg

  • Information über Tourneen von BAP und Udo Lindenberg in der DDR

    Information über Tourneen von BAP und Udo Lindenberg in der DDR

    Information über Tourneen von BAP und Udo Lindenberg in der DDR

  • Einreiseverbot für Udo Lindenberg in die DDR

    Einreiseverbot für Udo Lindenberg in die DDR

    Einreiseverbot für Udo Lindenberg in die DDR

  • Information über einen unangemeldeten Besuch Udo Lindenbergs in Ost-Berlin

    Information über einen unangemeldeten Besuch Udo Lindenbergs in Ost-Berlin

    Information über einen unangemeldeten Besuch Udo Lindenbergs in Ost-Berlin

  • Zusammenfassung der Übertragung eines Konzerts von Udo Lindenberg im SFB

    Zusammenfassung der Übertragung eines Konzerts von Udo Lindenberg im SFB

    Zusammenfassung der Übertragung eines Konzerts von Udo Lindenberg im SFB

  • Information zu einem Aufenthalt Udo Lindenbergs in Ost-Berlin

    Information zu einem Aufenthalt Udo Lindenbergs in Ost-Berlin

    Information zu einem Aufenthalt Udo Lindenbergs in Ost-Berlin

  • Weiterführende Literatur

    • Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik: Udo rockt für den Weltfrieden. Das Konzert von 1983 in den Stasi-Unterlagen; BStU, Berlin 2013

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