Durchleuchtung in Röntgental

Die ZKG hatte zwar nun die Aufnahme des Mannes vorgeschlagen, genau befragt und "durchleuchtet" wurde er jedoch erst im Zentralen Aufnahmeheim (ZAH) in Röntgental. In diesem Heim am nordöstlichen Stadtrand von Berlin wurden seit 1979 die meisten Übersiedler aus dem Westen überprüft und auf das Leben in der DDR vorbereitet. Der Aufenthalt dauerte oft mehrere Wochen, die Übersiedler durften das Heim nicht verlassen, wurden verhört und bespitzelt.

Am 25. März 1986 traf der Rückkehrwillige im ZAH ein. Nach einem Monat von Befragungen und Überprüfungen verpflichtete ihn die Stasi, sich an Propagandamaßnahmen zu beteiligen. Vermutlich wirkte der ungewisse Ausgang seines Aufnahmeverfahrens als Druckmittel.