Aufhebung der Einreisesperre

Es war weiterhin die Stasi-Zentrale, die eine Rückkehr des Mannes vorantrieb. Die ZKG ging davon aus, dass der Naturwissenschaftler vom Leben im Westen enttäuscht sei, weil er dort keine Arbeit gefunden habe; ob dies der Wahrheit entsprach, kann anhand der Stasi-Unterlagen nicht eindeutig festgestellt werden. Mit dieser Geschichte jedenfalls sollte der Rückkehrer auf zentraler und lokaler Ebene bei öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten eingesetzt werden.

Nachdem Mielkes Stellvertreter, Generalleutnant Gerhard Neiber, dem Vorschlag zugestimmt hatte, leitete die ZKG die nächsten Schritte ein: Ende Februar sollte das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten (MfAA) dem Heimkehrer mitteilen, dass er sich zur Durchführung des Aufnahmeverfahrens in der Auskunfts- und Aufnahmestelle in Berlin-Pankow melden solle. Hierzu wurde die bisherige Einreisesperre gegen ihn aufgehoben.