Abschluss der Aktion

Im weiteren Turnierverlauf blieb die DDR chancenlos. Der Erfolg gegen die Bundesrepublik erwies sich als Pyrrhussieg. Dadurch zog die DDR als Gruppensieger in die Zwischenrunde ein und traf auf die Gegner Brasilien, Argentinien und den späteren Vizeweltmeister Niederlande. Gegen Brasilien und die Niederlande verlor die DDR-Auswahl, gegen Argentinien gelang ein Unentschieden. Die Bundesrepublik hingegen, der Legende nach gestärkt durch den heilsamen Schock der Niederlage im deutsch-deutschen Duell, behauptete sich gegen die leichter eingeschätzten Gegner Polen, Jugoslawien und Schweden und wurde später Weltmeister.

Für die DDR-Mannschaft, die sich nie wieder für eine WM qualifizieren konnte, war ihr Abschneiden trotzdem ein Erfolg. Auch die Stasi betrachtete die eigene Leistung während des Turniers sehr zufrieden. Ein abschließender Bericht des Zentralen Operativstabes der Stasi zur Aktion "Leder" verteilte Lob und Anerkennung.

Zudem hatte die engmaschige Überwachung gut funktioniert. Lediglich ein Delegationsteilnehmer war von seiner Reise in den Westen nicht zurückgekehrt. Die Mannschaft war ebenfalls vollzählig wieder in die DDR gereist, ohne dass es zu unliebsamen Kontakten gekommen wäre.