Heiße Phase der Aktion

Am 14. Juni 1974 begann die heiße Phase der Aktion "Leder". An diesem Tag startete die Nationalmannschaft der DDR mit dem Spiel gegen Australien ins Turnier. Auch die Organisation der Touristendelegationen ging es nun richtig los. Während der Vorrundenspiele war kein längerer Aufenthalt geplant, Tagesreisen mussten genügen. Sonderzüge der Reichsbahn brachten die streng ausgesiebten Fußballfans an die Austragungsorte, mit dem Bus ging es zum Stadion. Direkt nach dem Spiel fuhr man wieder zurück.

Viele Freiheiten blieben den DDR-Bürgern im Westen also nicht. In Hamburg etwa machten die Busse nur kurze Stopps für ein paar Fotoaufnahmen. Wer die Gruppe kurz verlassen wollte, zum Beispiel um zur Toilette zu gehen, musste sich unbedingt abmelden. Zumindest hatten die Organisatoren für das körperliche Wohl gesorgt. Viele IM erwähnten die hervorragende Verpflegung schon im Zug, wo jeder Mitreisende einen Beutel mit Bier, Saft, Obst  und Bonbons auf seinem Platz vorfand. Während der Fahrt brachten Mitropa-Mitarbeiter dann auf Wunsch Kaffee und heiße Würstchen an den Platz. Für die Organisation der Sonderzüge und der üppigen Versorgung war die unter anderem für das Verkehrswesen zuständige Hauptabteilung XIX verantwortlich.